Polemik, heute.

Produkttest: Redaxo 4.0.1 CMS

Ich habe mir gerade das unter der GPL2 stehende CMS REDAXO 4.0.1 angeschaut. REDAXO benötigt PHP ab der Version 4.3.2 und MySQL ab Version 3.

Messen

How Big?
Creative Commons Licensenicolevity

Es belegt etwa 3 MB auf meiner Festplatte und das ist im Vergleich mit der aktuellen Typo3 Version (4.1.6), die sich auf 29.5 MB auf meiner Festplatte breit macht oder die 21.9 MB die die neueste Version von Joomla (1.5.1) für sich beansprucht, sehr wenig.

Der Installationsvorgang

Nach dem Herunterladen und dem kopieren der Daten in ein Unterverzeichnis des Webservers, wird man gefragt in welcher Sprache man die Installation vornehmen will. In meinem Fall Deutsch oder Deutsch UTF-8. Ich persönlich hätte da dem Anwender keine Wahl gelassen :) UTF-8 FTW.
Im nächsten Schritt erkklärt der Installer ersteinmal was passieren wird und das gefällt mir schon mal sehr. Das sollten sich so manche mal abschauen. An dieser Stelle werden einem auch die Lizenzen der ThirdParty Modulen angezeigt. Mit erschrecken musste ich feststellen, dass auch class.phpmailer.inc.php zum Einsatz kommt - mit diesem Modul hatte ich schon in der Vergangenheit massive Probleme und bin dann später auf die PEAR Mail Klasse ausgewichen. Aber weiter mit der Installation.

Iron Supports
Creative Commons Licenservaphotodude

Nach der Zustimmung zu den Lizenzen werden erst einmal ein paar kleine Testes durch geführt - also ob Rechte richtig sitzen und ob die PHP Version auch eine ist, mit der REDAXO auch kann. Jetzt wird man nach den Üblichen Daten, wie zum Beispiel den Namen der Seite und den Datenbank Zugangsparametern gefragt. Leider legt das Skript die Datenbank nicht selbstständig an, auch wenn in der Beschreibung das behauptet wird. Ich schätze hier hat mal wieder jemand Datenbank mit Tabelle verwechselt. Also die Datenbank per Hand anlegen und gleich einen eingeschränkten Benutzer für REDAXO anlegen.

Auch wundere ich mich, dass die Standardeinstellung das Speichern des Kennwortes im Klartext vorselektiert ist, obwohl man auch die Möglichkeit hat es via MD5 zu hashen. Das ist ein potentielles Sicherheitsrisiko das man ganz leicht hätte vermeiden können. Auch frage ich mich, warum die Optional-Felder mit Daten eines Entwicklers(?) gefüllt sein? Bekommt der nicht genug Spam und will auch noch die Mails von den ganzen N00bs empfangen? Bitte lasst es frei oder noch besser - lasst es in der Phase einfach weg. So ist man noch schneller am Ziel und kann das später im Backend nachtragen.

Nach dem die kleinen Probleme aus dem Weg geräumt hat, kann man die Datenbank mit Test-Daten füllen lassen, ein Update durchführen oder die Datenbank unverändert lassen. Damit ich wenigsten was sehen kann, werde ich die Test-Daten einspielen lassen.

Erst muss noch ein Administrator Zugang angelegt werden, hier finde ich es toll, dass mir die Freiheit gelassen den Admin auch anderes zu benennen. Das man hier das Kennwort im Klartext angibt ist im Grunde keine Problem - man muss nur aufpassen das einem kleiner über die Schulter schaut, wenn man es eingibt.

Und das war es schon - ging recht schnell. Keine 10 Minuten, aber gerade die Datenbank Geschichte hat doch sehr aufgehalten. Das geht bestimmt auch schneller.

Die Datenbank

Jetzt werfe ich noch einen Blick unter die Haube - mal sehen was die mit der Datenbank angestellt haben. Auf den erste Blick sehe ich 13 Tabellen. Na wenn das nicht mal ein schlechtes Zeichen ist ;)

database 2
Creative Commons License Tim Morgan

Der Tabellenaufbau sieht auf dem ersten Blick recht simpel aus. Ein paar Dinge sind mir aber auf gefallen. So haben alle Tabellen ein künstlichen Primäreschlüssel a.k.a. auto_increment Feld. Mach ich persönlich auch so, ist aber häufig nicht nötig. So gibt es in der Tabelle “rex_62_params” zusätzlich das unique Feld “name”. Da frage ich mich, wenn Name schon Unique ist, warum nicht das Teil gleich als ID verwenden?
Wenn ich mir Tabelle “rex_article_slices” ansehe und da Felder mit der Beschriftung “value1″ bis “value20″ und ähnliche Dinge sehe, muss ich echt sagen das ich schon sehr schwer Schlucken muss. Im Moment sag ich mir noch, “Hey ich kenne das System garnicht, das hat bestimmt einen Sinn”. Ja ich weiss ich bin Naiv. Ich werde morgen wohl die Entwickler mal anschreiben und nachfragen ob es da einen bestimmten Grund gibt. Auch könnte ich wetten, dass das Feld “name” das in quasi jeder Tabelle vorkommt viel besser mit einem Index leben könnte - da kann noch etwas Performance raus geholt werden.

Morgen werde ich mir mal ansehen wie REDAXO die Menüstruktur realisiert hat. Nested Set konnte ich leider nicht finden (ja ich mag die Teile echt).

Gute Nacht
Jens Schwehn

One Response to “Produkttest: Redaxo 4.0.1 CMS”

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    und wie ist es?

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