HTPC - Codename: Sunnybeach 2 Hardware
Hardware
Hardware lebt und sie ist böse
CPU
Die Hardware kocht sich schnell auf die CPU des Systems und die Erweiterbarkeit des Systems ein. Die höchste Flexibilität hat man bei “normalen” Wald-und-Wiesen-PCs. Hier hat man eine breite Auswahl von CPU Typen, Speicherbausteinen und Erweiterungskartensteckplätze. Gerade moderne PC die auf das Spielen ausgelegt sind, sind wahre Kraftpakete. Bei diesen Kisten ist alles auf Performance ausgelegt. Energieverbrauch wird gewisslich vernachlässigt (Papa zahlt ja die Stromrechnung) und Hauptsache die FPS fallen nicht unter 80.
Auf der gegenüberliegenden Seite, liegt die Welt der Microcontrollern, die Welt der ATMEL, Arduinos und Co.. Diese kleinen Computer sind darauf ausgelegt mit minimalen Ressourcen ein Maximum an Flexibilität an den Tag zu legen. Machen wir uns nichts vor, in jedem Consumer-Medienplayer steckt einer dieser kleinen Wunderwerke und wirkt dort seine Magie. Doch so begeistert ich von den Microcontrollern auch bin, leider fallen diese aus meinem Vorhaben raus. Ich bin einfach nicht in der Lage, diese Teile ohne weiteres zu einem “vollwertigen” System heranzuführen. Also mit RAID-Controller, Monitor Ansteuerung und allem. Aber ich denke zum bau eines “Ambient-Light” werde ich mich der Microcontroller-Welt noch mal näheren.
Zur Zeit macht gerade der Intel ATOM Prozessor massiv auf sich aufmerksam. Diese kleine aber feine x86er CPU steckt im Moment in fast jedem Netbook/NetPC auf dem Markt. Diese CPU ist auch mit einem dual-Core zu haben. Mit 1.6 GhZ Taktung haben sie auch die nötige Rechenpower für meinen Anwendungsfall. Stromsparend sind die auch nocht - nur eine Handvoll Watts benötigen sie und sie wissen auch wie man noch mehr sparen kann, wenn nix zu tun ist. Aber leider kann ich diese CPU Klasse auch nicht verwenden, da die CPUs entweder nur an Hersteller geliefert (das bin ich nunmal nicht) werden oder das Mainboard auf dem die CPU sitzt, ist so minimal bestückt das ich es nicht mit der passenden Anzahl von Festplatten bestücken kann (mindesten 4), ausserdem fehlen Erweiterungssteckplätze auf dem ich eine vernünftige Gigabit Netzwerkkarte unterbringen kann. Ich hoffe sehr das ich mich in meiner Recherche geirrt habe und ich mich total verschaut habe, denn die ATOM CPUs sind energetisch 100% was ich suche. Evtl. kann man sich ja das Mainboard und die CPU in Asien zusammenbauen lassen. Aber das sprengt den “günstig Parameter” den ich mir gesteckt habe.
Bleiben nur noch die “Erwachsenen CPUs”. Diese gibt es bekannter Weise in den Geschmacksrichtungen “AMD” und “Intel”. Hier mache ich es einfach, ich mag AMD weil ich a) gute Erfahrungen mit den CPUs gemacht habe und b) die in der Regel günstiger als vergleichbare Intel CPUs sind. Meine Wahl fällt aus hier definitiv aus meinem Herzen heraus auf AMD.
Festplatten
Nach dem ich eine CPU gefunden habe, wende ich mich jetzt den Speichermedien zu. In die engere Auswahl kommen bei mir 3.5 Zoll SATA Platten bzw. 2.5 Zoll SATA Platten und SSD (Solid State Drives). Die 3.5 Zoll Platten sind im Moment die günstigsten Festplatten die man kaufen kann. Sie sind auch die Plattenart die mit der größten Speichermenge zu haben sind. Zum aktuellen Zeitpunkt existieren Festplatten mit 1.5 TB Speicher. Nachteil bei diesen Platten ist das sie recht viel Strom benötigen.
Aktuelle 2.5 Zoll Notbookfestplatten sind etwas teurer in der Anschaffung und durchschnittlich etwas langsamer was den Datenzugriff anbelangt als die “normalen” 3.5 Zoll Platten. Aber der große Vorteil an den Laptopplatten ist, dass die kaum Strom verbauchen. Ausserdem nehen Sie nicht so viel Platz weg wie 3.5 Platten.
Moderne Solid State Festplatten sind noch um ein vielfaches stromsparender als Festplatten mit Mechanik. Die SSDs arbeiten gänzlich ohne beweglichen Teile und sie benötigen nur Strom wenn Daten von ihnen gelesen oder geschrieben werden. Das ganze macht Sie zum idealen Kandidaten für mein Vorhaben. Das KO-Kriterium bei diesen Platten ist aber der Preis. Diese Speicherart ist noch unverschämt teuer und die maximale Speicherkapazität ist auch viel zu wenig für mein Vorhaben.
Da mir der Stromverbrauch am wichtigsten ist, gefolgt von den Anschaffungskosten fällt meine Wahl auf 2.5 Zoll Notebookplatten. Wenn es mir das Budget das am Ende noch hergibt werde ich eine kleine SSD Platte kaufen um darauf das Betriebsystem zu installieren. Das sollte dann die Bootzeit verkürzen.
Netzwerk
Das finale System soll in der Lage sein, seine Daten über ein Gigabit Netzwerk zu versenden und dabei muss man auf die Netzwerkkarte achten. Alle OnBoard Netzwerkkarten sind in der Regel nicht dafür ausgestattet einen Gigabit Stream eine längere Zeit sauber aufrecht zu halten. Das ist der Grund warum ich mich für eine interne Server-zertifizierte Netzwerkkarte entschieden habe. Diese Karte muss somit über eine schnelle Schnittstelle mit dem Board verbunden sein.
RAM
Das System sollte mit mindesten 2GB Ram bestückt sein - ich werde warscheinlich 4 GB nehmen, die Riegel sind gerade so günstig :)
Mainboard
Die oben genannten Komponenten müssen natürlich auf einem Mainboard platz finden. Dazu kommt das ich mindesten 5 SATA Schnittstellen benötige und das Mainboard muss in ein HTPC Gehäuse passen. Grafikausgang wird eigendlich nicht benötigt, aber wenn schon denn schon sollte es einen HDMI Ausgang besitzen.
Netzteil
Die Stromversogung muss für mich vorallem leise und energieeffizient sein. Wenn ich eine konkrete Hardwareliste habe werde ich versuchen den Stromverbrauch abzuschätzen und dann das kleinste Netzteil wählen das die Leistungsanforderung erfüllt.
Hast Du Hardware Vorschläge oder Argumente gegen meine Auswahl? Dann lass es mich doch bitte wissen. Die Kommentarfelder sind aktiviert und warten nur auf dich :)
Das war es soweit mit meinen Hardwarevorstellungen. Wenn ich eine Einkaufsliste habe, werde ich die hier einstellen. Nächste Woche werde ich mir Gedanken über die Software machen mit der ich das System aufsetzen werden.
Bis dahin, Jens.
Siehe auch : HTPC - Codename: Sunnybeach

January 11th, 2009 at 6:17 pm
Mit den ARM Prozessoren hast du anscheind leider Recht. Ich habe auch noch nichts passendes gefunden.
Bei den Platte bleibt aber auch noch die Frage, wie das Plattenlayout aussehen sollte. Zumal das System alles relevante im Speicher hält, könnte man auch von einem USB Device booten. Dort würde sich auch beispielsweise eine CF Karte anbieten.
Aktuelle RAM Riegel haben auch einen nicht unbedingt zu vernachlässigen Stromverbrauch also könnte dir mit 2GB auch geholfen sein.
Bei den Netzteilen liegst du auch schon recht gut. Je kleiner desto besser. Aber auch dort gibt es ziemliche Unterschiede beim Wirkungsgrad. So könnte dir mit einem größeren Netzteil eventuell besser geholfen sein.
Ich bin mal gespannt, wie das Ding rennt, wenns fertig ist.
Cordt
March 6th, 2009 at 2:07 pm
Also beim Netzteil würde ich auch nicht genau auf die Watt zahl gucken die es leistet. Ein Netzteil wo 1000W drauf steth verbraucht nicht 1000W per se. Das ist die Angabe für die maximal Leistung. Mein PowerMac G5 hat auch ein Netzteil bis 600W gehabt, jedoch hat mir der Energiemesser bei Volllast beider Kerne und Festplattenbenchmark “gerademal” 410W verbraucht.
Wie Cordt schon sagte achte lieber auf den Wirkungsgrad des Netzteils. Die tatsächlich angeforderte Leistung ergibt sich ja auch aus dem Stromverbrauch multipliziert mit der Spannung der Komponenten. Einfache E-Technik. Selbst wenn ein Netzteil 10KW Leistungsvermögen hat kann es diese Energie nur abgeben wenn es einen entsprechenden Verbraucher gibt. Sonst würde man ja auch ein Problem haben, denn das “Netzteil Steckdose” hätte ja (wenn es keine Sicherungen dazwischen gäbe) einige Megawatt Leistung. Und wenn du nur eine 60W Glühbirne dran hängst wird auch nur 60W davon verbraucht/angefordert.
Lange lange Rede, kurzer Sinn: Kauf dir ein leises, effizientes, Netzteil mit ein klein wenig reserven für mehr Festplatten. Wenn du schon ZFS nutzen willst dann kannst ja einfach mal Platten dazuhängen.
June 2nd, 2009 at 11:38 am
Ein kleiner Tipp zur Grafikkarte:
Falls onboard eine DVI-Schnittstelle vorhanden ist, kannst Du auf eine externe Karte mit HDMI verzichten. Das Signal ist nämlich identisch und es gibt 5-Euro-Adapter von DVI auf HDMI.
So spart man ganz leicht gaaanz viel Strom :)
Gruß vom Ex-Mitschüler!